Wer auf Amazon verkauft, kennt sellerboard: Das Tool hat sich als Standard etabliert, um den echten Gewinn pro Produkt zu sehen statt nur den Umsatz. Wer zusätzlich oder stattdessen auf Kaufland verkauft, sucht früher oder später nach demselben Werkzeug für den Kaufland-Marktplatz — und stellt fest: So einfach ist das nicht.
Funktioniert sellerboard mit Kaufland?
Nein. sellerboard ist auf Amazon ausgerichtet (FBA und FBM) und bietet keine Anbindung an den Kaufland-Marktplatz an (Stand Juni 2026). Wer seine Kaufland-Verkäufe dort abbilden will, müsste sie manuell nachpflegen — womit genau der Automatisierungs-Vorteil entfällt, für den man ein Profit-Tool überhaupt einsetzt.
Das ist kein Versäumnis von sellerboard, sondern eine Fokus-Frage: Amazon ist der größte Marktplatz, also bauen die meisten Tools zuerst (und oft ausschließlich) für Amazon. Für Kaufland-Händler bedeutet es aber, dass die Profit-Frage offen bleibt.
Warum Kaufland eine eigene Profit-Logik braucht
Eine Kaufland-Abrechnung folgt eigenen Regeln, die ein Amazon-Tool nicht kennt:
- Provision auf Preis plus Versand: Kaufland berechnet die Verkaufsprovision (7–16 % je Kategorie, Stand Juni 2026) auf den Brutto-Verkaufspreis inklusive der Versandkosten, die der Kunde zahlt. Details: Kaufland-Gebühren für Händler erklärt.
- Eigene Kategorien und Sätze: Von 7 % (Computer & Elektronik) über 13 % (die meisten Kategorien) bis 16 % (Schmuck), bei Medien plus 0,70 € pro Artikel.
- Retouren als Umsatz-Storno: Bei einer Retoure wird die Provision in der Regel erstattet — Umsatz, Versand und Wertminderung trägt der Händler. Was Retouren wirklich kosten.
- Mehrere Länder-Marktplätze: Deutschland, Österreich, Tschechien, Slowakei, Polen, Frankreich, Italien — teils mit abweichenden Provisionssätzen.
Was ist die Alternative für Kaufland-Händler?
Die ehrliche Marktlage (Stand Juni 2026): Ein etabliertes „sellerboard für Kaufland" gibt es noch nicht — der Kaufland-Marktplatz ist deutlich jünger als Amazon, und die Tool-Landschaft entsteht gerade erst.
AfterCost baut genau dieses Werkzeug: Profit-Tracking speziell für Kaufland-Händler. Deckungsbeiträge (DB I–III) werden automatisch pro Produkt, Marke und Bestellung berechnet — nach Provision, Versand, Retouren und Einkaufspreisen, mit der echten Kaufland-Logik inklusive Provision auf Versandkosten und Retouren-Storno. Transparenz gehört dazu: AfterCost ist im Aufbau und startet mit einem begrenzten Founding-Member-Programm — kostenlos bis zum Beta-Start und drei Monate darüber hinaus, danach dauerhaft 19 €/Monat. Wie sich das anfühlt, zeigt die Live-Demo mit Beispieldaten — ohne Registrierung.
| sellerboard | AfterCost | |
|---|---|---|
| Fokus-Marktplatz | Amazon (FBA/FBM) | Kaufland (alle Länder-Marktplätze) |
| Kaufland-Provisionslogik | nicht abgebildet | nativ (inkl. Provision auf Versand) |
| Retouren-Behandlung | Amazon-Logik | Kaufland-Logik (Storno + Abschreibungsquote) |
| Status | etabliert | im Aufbau (Founding-Programm) |
Übergangslösung: von Hand rechnen
Bis ein Tool die Arbeit übernimmt, lässt sich der Deckungsbeitrag einzelner Produkte manuell prüfen: Unser kostenloser Kaufland Gebühren-Rechner rechnet Provision, Netto-Umsatz und Marge pro Verkauf mit den offiziellen Sätzen — und der Guide Deckungsbeitrag I, II, III für Marktplatz-Händler erklärt, wie aus der Einzelrechnung eine ehrliche Gesamtbetrachtung wird.