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Auf Kaufland verkaufen: Lohnt sich das 2026? Zahlen, Kosten, Praxis-Check

11. Juni 2026 · 7 Min. Lesezeit · AfterCost Blog

Die Frage taucht in jedem Händler-Forum auf, und die Antworten reichen von „bester Zusatzkanal überhaupt" bis „lohnt sich nicht". Beides stimmt — je nachdem, was du verkaufst und wie du rechnest. Hier ist der nüchterne Praxis-Check.

Lohnt sich Verkaufen auf Kaufland 2026?

Als Zusatzkanal: für viele Händler ja — wenn die Marge die Kaufland-Provision von 7–16 % je Kategorie trägt und genug Volumen zusammenkommt, um die monatliche Grundgebühr zu verteilen. Als alleiniger Kanal oder bei sehr dünnen Margen: meist nein. Der realistische Erwartungsrahmen aus Händlerberichten: Kaufland-Umsätze liegen typischerweise deutlich unter dem Amazon-Niveau desselben Sortiments — dafür ist der Wettbewerb geringer und der Betreuungsaufwand niedriger.

Was kostet das Verkaufen auf Kaufland?

Zwei Kostenblöcke (Stand Juni 2026, Quelle: Kaufland Global Marketplace):

Die vollständige Aufschlüsselung mit allen Kategorien steht in Kaufland-Gebühren für Händler erklärt; für dein konkretes Produkt rechnet der kostenlose Kaufland Gebühren-Rechner Provision und Marge in Sekunden aus.

Wie groß ist der Kaufland-Marktplatz?

Kaufland.de gehört zu den reichweitenstärksten Marktplätzen im deutschsprachigen Raum — laut Branchenübersichten (z. B. Onlineshops.de, 2026) mit über 30 Millionen monatlichen Besuchen und mehreren tausend aktiven Händlern. Dazu kommt die Expansion: Über Kaufland Global Marketplace erreichst du mit einem Account zusätzlich die Marktplätze in Österreich, Tschechien, der Slowakei, Polen, Frankreich und Italien.

Für wen lohnt sich Kaufland — und für wen nicht?

Gute Voraussetzungen:

Schwierige Voraussetzungen:

Rechenbeispiel: Was bleibt von 49,99 € übrig?

Fiktives Rechenbeispiel (Kategorie 13 %, Versand 4,95 € vom Kunden bezahlt, eigene Versandkosten 4,20 €, Einkaufspreis 18 € netto):

PositionBetrag
Umsatz brutto (inkl. Versand)54,94 €
abzgl. 19 % MwSt.−8,77 €
Umsatz netto46,17 €
Kaufland-Provision (13 % auf 54,94 €)−7,14 €
eigene Versandkosten−4,20 €
Wareneinsatz−18,00 €
Deckungsbeitrag16,83 €

Sieht gut aus — aber: Davon gehen noch anteilige Retourenkosten, Verpackung, die Grundgebühr und indirekte Kosten ab. Welche Posten Händler am häufigsten übersehen, zeigt Bin ich auf Kaufland profitabel?

So findest du es für dein Sortiment heraus

  1. Stichprobe rechnen: Nimm deine fünf wichtigsten Produkte und rechne sie durch den Gebühren-Rechner.
  2. Ehrlich kalkulieren: Provision auf den Versand nicht vergessen, Retourenquote der Kategorie einplanen, Grundgebühr aufs erwartete Volumen umlegen.
  3. Laufend messen statt einmal schätzen: Nach dem Start entscheidet nicht die Kalkulation, sondern die echte Abrechnung. Genau dafür bauen wir AfterCost — automatisches Profit-Tracking für Kaufland-Händler, aktuell im Founding-Member-Programm (kostenlos bis Beta-Start
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Häufige Fragen

Lohnt sich Verkaufen auf Kaufland 2026?
Als Zusatzkanal für viele Händler ja: geringerer Wettbewerb und Betreuungsaufwand als auf Amazon, Reichweite über mehrere Länder-Marktplätze. Voraussetzung ist, dass die Marge die Kategorie-Provision von 7–16 % trägt und genug Volumen die monatliche Grundgebühr verteilt. Bei Margen unter 15 % oder sehr kleinen Stückzahlen lohnt es sich meist nicht.
Was kostet das Verkaufen auf Kaufland?
Eine monatliche Grundgebühr (Basic 39,95 €, Plus 59,95 €, jeweils zzgl. MwSt.) plus eine Verkaufsprovision von 7–16 % je Kategorie, berechnet auf den Brutto-Verkaufspreis inklusive Versandkosten (Stand Juni 2026).
Wie viel Umsatz macht man auf Kaufland im Vergleich zu Amazon?
Aus Händlerberichten liegt der Kaufland-Umsatz desselben Sortiments typischerweise deutlich unter dem Amazon-Niveau — dafür mit geringerem Wettbewerb und Aufwand. Kaufland eignet sich daher vor allem als zusätzlicher Kanal, selten als alleiniger.
Welche Länder erreiche ich über Kaufland Global Marketplace?
Mit einem Händler-Account zusätzlich zu Deutschland auch Österreich, Tschechien, die Slowakei, Polen, Frankreich und Italien — teils mit abweichenden Provisionssätzen.
FG
Firat Günenc
Gründer von AfterCost. Baut Profit-Tracking für Kaufland-Händler — gemeinsam mit den ersten Händlern, die es nutzen.
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